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Pressemitteilung

21.12.2009

 

Förderbescheid für erste Anlage zur Entfernung von Spurenschadstoffen ausgestellt 


Die erste großtechnische Anlage zur Entfernung von organischen Spurenschadstoffen aus Abwasser mit Hilfe von Pulveraktivkohle wird auf der Kläranlage der Stadtentwässerung Mannheim erstellt. Das Regierungspräsidium Karlsruhe fördert diese neue Technik mit rund 380.00 Euro.

In Mannheim wird in einem ersten Schritt eine Anlage für einen Teilstrom von 20 Prozent der Zuflüsse realisiert. Ziel der Aktivkohlestufe ist die weitgehende Entfernung von Spurenschadstoffen wie Arzneimitteln, von auf das Hormonsystem wirkenden Substanzen oder Flammschutzmitteln aus den häuslichen und industriellen Abwässern. Die Kosten belaufen sich insgesamt auf rund 1,9 Millionen Euro.

Regierungspräsident Dr. Rudolf Kühner: „Der Einsatz der Pulveraktivkohle ist ein Schritt zu einem zukunftsorientierten Gewässerschutz, den wir gerne unterstützen. Das Engagement von Mannheim hat auf diesem Sektor landesweit Vorbildcharakter.“

Die Probleme, die Spurenschadstoffe in der Umwelt verursachen, sind in der Fachwelt bereits seit einigen Jahren bekannt. Ebenso die Erkenntnis, dass nach Lösungen gesucht werden muss. Das Land Baden-Württemberg hat aus diesem Grund bei der Novellierung der Förderrichtlinien Wasserwirtschaft 2009 für Maßnahmen zur Entfernung von organischen Spurenschadstoffen eine Förderung vorgesehen. Mit dieser Förderung soll das Engagement der Anlagenbetreiber in diesem Bereich unterstützt werden.


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Letzte Änderung: 21.12.2009