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Pressemitteilung
26.05.2011
Bahnhof Schriesheim;
Regierungspräsidium Karlsruhe gibt grünes Licht für den Umbau;
Regierungspräsident Dr. Rudolf Kühner: "Im Interesse einer nachhaltigen Mobilität einen möglichst attraktiven Personennahverkehr anbieten."
Das Regierungspräsidium Karlsruhe hat jetzt die Genehmigung für den Umbau des Bahnhofs Schriesheim einschließlich des zweigleisigen Ausbaus bis auf Höhe des Bahnübergangs Passeinstraße erteilt. Das Vorhaben war im März 2009 von der Rhein-Neckar-Verkehr-GmbH (RNV) beantragt worden.
Der Umbau ist Teil einer städtebaulichen Neuordnung, die eine Aufwertung des Bahnhofsumfeldes zum Gegenstand hat. Die Gemeinde hat dazu bereits im Juli 2009 einen Bebauungsplan aufgestellt. In verkehrlicher Hinsicht soll die geplante Optimierung der Linienführung zu einer besseren Vertaktung, zu einer beschleunigten Betriebsabwicklung und zu höherem Fahrkomfort führen. Gleichzeitig wird der Bahnhof barrierefrei ausgebaut und das Umsteigen von Bus auf Bahn erleichtert.
Regierungspräsident Dr. Rudolf Kühner: „Die Maßnahme steht in Einklang mit den landesplanerischen Zielen, im Interesse einer nachhaltigen Mobilität, einen möglichst attraktiven Personennahverkehr anzubieten. Damit sollen auch verstärkte Anreize geschaffen werden, zunehmend auf das eigene Fahrzeug zugunsten öffentlicher Verkehrsmittel zu verzichten.“
Die Maßnahme beginnt im unmittelbaren Bahnhofsbereich. Dort wird das Gleisfeld in südliche Richtung verschoben. Die Bahnsteige werden verlängert. Die Barrierefreiheit wird vor allem durch verbesserte Wegführungen und Einstiegsmöglichkeiten sowie durch ein Blindenleitsystem hergestellt. Die Zufahrt zum Busbahnhof wird neu geordnet. Im Wesentlichen werden dabei neue, teils separate Busspuren angelegt. Dadurch wird die Verkehrssicherheit erhöht und die Betriebsabwicklung erleichtert. Insbesondere verkürzen sich die Wege, die zu den Bahnsteigen zurückgelegt werden müssen. Teilweise ist eine gemeinsame, barrierefreie Nutzung der Bahnsteige möglich. Im östlichen Teil des Bahnhofsgeländes wird ein Abstellgleis errichtet. Südlich des Bahnhofs wird die Strecke bis auf Höhe des Bahnübergangs Passeinstraße zweigleisig ausgebaut. Der Bahnübergang selbst erhält eine technische Sicherung mit moderner Signalanlage und Halbschranken. Schließlich wird im Zuge der Maßnahme die Fahrleitungsanlage neu errichtet und die Fahrstromversorgung verstärkt.
Das Genehmigungsverfahren wurde im März 2010 vom Regierungspräsidium eingeleitet. Im Verfahren wurden 29 Träger öffentlicher Belange, Verbände und sonstige Stellen angehört. Die Genehmigung beinhaltet verbindliche Zusagen der RNV und umfangreiche Nebenbestimmungen der Planfeststellungsbehörde insbesondere zur Eisenbahntechnik, zu Natur-, Grundwasser-, Boden- und Denkmalschutz sowie zum Straßen- und Straßenverkehrsrecht.
Die Maßnahme schließt unmittelbar an den Anfang 2010 genehmigten zweigleisigen Ausbau der Bahnstrecke Weinheim - Schriesheim an. Diese Bahnstrecke ist Teil der „Ringlinie“ Mannheim - Heidelberg - Weinheim. Mit Ausnahme kleinerer noch eingleisiger Abschnitte in Ortsdurchfahrten, wird durch dieses Maßnahmenbündel ein nach heutigem Stand nahezu optimales Verkehrsangebot auf der „Ringlinie“ bereitgestellt.

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