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Pressemitteilung
05.07.2011
Geplantes Naturschutzgebiet "Sauersbosch und angrenzende Gebiete"Regierungspräsidium lässt Lichtentaler Wiesen untersuchen
Die Wiesentäler nördlich des Baden-Badener Stadtteils Lichtental - das Pfrimmersbachtal, das Märzenbachtal und das Horlachtal mit dem Gewannnamen Sauersbosch - sind Eingeweihten schon lange als Kleinode des Naturschutzes bekannt: Hier gibt es herrliche Orchideen- und Obstbaumwiesen, Seggenriede und kleine Sümpfe mit Wollgras, sonnige Waldränder und natürliche Bachläufe. Der vom Aussterben bedrohte Goldene Scheckenfalter Melitaea aurinia hat hier sein einziges Vorkommen im Regierungsbezirk Karlsruhe. Auch im Zuge der gerade laufenden Managementplanung für das FFH-Gebiet „Wälder und Wiesen um Baden-Baden“ war aufgefallen, welchen herausragenden naturschutzfachlichen Wert das Gebiet hat. Seit langem schon stehen die Wiesentäler unter der Obhut und sorgfältigen Pflege der Stadt Baden-Baden.
Das Regierungspräsidium lässt nun in enger Zusammenarbeit mit der Stadt untersuchen, ob hier ein Naturschutzgebiet eingerichtet werden sollte. Deshalb wurde ein Fachbüro beauftragt, die vorhandenen Kenntnisse zusammenzutragen und die Tier- und Pflanzenwelt noch einmal ergänzend „unter die Lupe zu nehmen“. Im Herbst, so hofft der zuständige Referent im Regierungspräsidium Dr. Christoph Aly, wisse man mehr und könne dann gemeinsam daran gehen, die für das Gebiet bestmögliche Entwicklung zu planen. Ab dem Frühjahr wird es öffentliche Führungen und Diskussionen mit den Bürgerinnen und Bürgern, der Stadt und dem Gemeinderat über die konkrete Gebietsentwicklung geben. Erst im Anschluss daran ist der Beginn eines förmlichen Unterschutzstellungsverfahrens geplant.
Das Regierungspräsidium bittet darum, die Erfassung der schutzwürdigen Pflanzen und Tiere zu unterstützen. Hinweise auf besondere Artvorkommen sind sehr willkommen, den zuständigen Referenten erreicht man am einfachsten per E-Mail unter christoph.aly@rpk.bwl.de.

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