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Pressemitteilung

08.07.2011

 

BAB 5: Parkplatz "Höfenschlag";
Pilotprojekt erfolgreich gestartet


Nach dem Umbau der PWC-Anlage „Höfenschlag“ an der A 5 auf Höhe Weingarten (Fahrtrichtung Frankfurt) ist das Pilotprojekt „LKW - rückwärts einparken“ erfolgreich angelaufen. Die Auslastung des seit 22.06.2011 offenen Parkplatzes ist sehr gut, die Reaktionen der LKW-Fahrer sind fast durchweg positiv.

Das Regierungspräsidium Karlsruhe hat in Abstimmung mit dem Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr Baden-Württemberg und dem Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung ein Pilotprojekt zur Schaffung von zusätzlichem LKW-Parkraum entwickelt. Dieses Pilotprojekt basiert auf dem Konzept, dass die LKW rückwärts in schräg angeordnete Stellflächen einparken und somit beim Ausparken direkt in die vorhandene Fahrgasse einfahren kön-nen. Hierdurch entfällt die ansonsten zum Ausfahren aus den Parkplätzen erforderliche zweite Fahrgasse. Folglich besteht bei diesem Konzept bei gleicher Stellplatzanzahl ein geringerer Flächenbedarf. Das Pilotprojekt wurde nun im Zuge des Umbaus der PWC-Anlage „Höfenschlag“ umgesetzt und somit 20 LKW-Parkplätze neu geschaffen.

Um den Verkehrslärm der Autobahn für die LKW-Fahrer während ihrer Ruhezeiten zu reduzieren, wurde zusammen mit dem Umbau des Parkplatzes eine Lärmschutzwand parallel zur Autobahn auf einer Länge von rund 200 Metern errichtet.

Der Güterverkehr auf den Bundesautobahnen hat in den vergangenen Jahren ständig zugenommen. Baden-Württemberg ist insbesondere durch die EU-Osterweiterung Transitland Nummer eins. Hinzu kommt, dass sich die Wirtschaft zunehmend von der Lagerhaltung verabschiedet und auf „Just in Time“-Verkehre setzt. Die Verkehrsprognosen zeigen, dass zwischen 2004 und 2025 mit einer Zunahme der Verkehrsleistungen im Straßengüterverkehr um 84 Prozent ausgegangen werden muss. Die erwartete Zunahme des Güterverkehrs in Verbindung mit den Lenk- und Ruhezeitenregelungen wird den Bedarf an LKW-Stellplätzen weiter erhöhen.

Die A 5 ist wesentlicher Bestandteil der internationalen Fernverbindung Nieder-lande/Dänemark - Deutschland - Schweiz - Frankreich - Italien - Spanien mit ho-her Verkehrsfrequenz und zusätzlicher Belastung in den Ferien- und Urlaubszeiten. Inzwischen ist entlang der A 5 im süddeutschen Raum auf fast allen Rastanlagen eine Überbelegung durch LKW zu verzeichnen.

Regierungspräsident Dr. Rudolf Kühner: „Die Erweiterung der Tank- und Rastanlagen ist dringend erforderlich. Durch den erheblichen Anstieg des Straßengüterverkehrs auf den Hauptachsen der Autobahnen kommt es auf den Park- und Rastanlagen insbesondere in den Abend- und Nachtstunden zu Engpässen und dadurch oft auch zu verkehrsgefährdenden Situationen. Für die Lkw-Fahrer muss deshalb als Beitrag zur Verbesserung der Verkehrssicherheit zusätzlicher Parkraum an den Autobahnen geschaffen werden.“

Das Regierungspräsidium Karlsruhe wird die Stellplatzkapazitäten auf den bestehenden bewirtschafteten Tank- und Rastanlagen kontinuierlich ausbauen.

Die Planungsstände stellen sich derzeit wie folgt dar:

- A 5: Tank- und Rastanlage Hardtwald Ost und West (in der Vorpla-nung)
- A 5: Tank- und Rastanlage Baden-Baden (im Bau)
- A 5: Tank- und Rastanlage Bühl (Planfeststellungsbeschluss erlassen)
- A 6: Tank- und Rastanlage Kraichgau Nord und Süd (im Bau)
- A 6: Tank- und Rastanlage Hockenheim (in der Vorplanung)
- A 8: Tank- und Rastanlage „Enztal“ (in der Planung)
- A 8: Tank- und Rastanlage „Am Kämpfelbach“ (Planfeststellungsbeschluss erlassen)


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Letzte Änderung: 08.07.2011