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Pressemitteilung

22.07.2011

 

Ausgleichstock-Sitzung: 18 Millionen Euro an 74 Gemeinden für 119 Investitionsvorhaben mit einem Volumen von 77 Millionen Euro;
Regierungspräsident Dr. Rudolf Kühner: "Wirtschafts- und Finanzkrise hat sich flächendeckend in den kommunalen Finanzen niedergeschlagen"

Anlage: Symbol PDF Liste der geförderten Objekte (PDF, 69 KB)


Am 20. Juli fand unter Vorsitz von Regierungspräsident Dr. Rudolf Kühner die 1. Verteilerrunde des Ausschusses für die Verteilung der Mittel des Ausgleichstocks beim Regierungspräsidium Karlsruhe im Programmjahr 2011 statt.

Der Verteilungsausschuss bewilligte Investitionshilfen in Höhe von insgesamt rd. 17,96 Mio. Euro an 74 Gemeinden. Damit werden 119 Investitionsvorhaben mit einem Investitionsvolumen von rd. 77 Mio. Euro gefördert, die der Herstellung oder Sanierung notwendiger kommunaler Einrichtungen dienen.

Die Förderschwerpunkte liegen mit 58 Bewilligungen und einem Gesamtbetrag von 5,35 Mio. Euro (29,8 %) bei den Straßen- und Verkehrseinrichtungen, gefolgt von jeweils 16 Bewilligungen für Schulen mit einem Gesamtbetrag von 5,77 Mio. Euro (32,1 %) und Sportstätten mit 4,65 Mio. Euro (25,9 %). Die restlichen Bewilligungen entfallen auf Kindergärten mit 0,7 Mio. Euro (3,9 %), Feuerwehrfahrzeuge und Feuerwehrhäuser mit 0,5 Mio. Euro (2,9 %), sonstige öffentliche Einrichtungen mit 0,5 Mio. Euro (2,6 %), Rathäuser mit 0,3 Mio. Euro (2 %) und Friedhöfe mit 0,1 Mio. Euro (0,6 %).

Die geförderten Maßnahmen ergeben sich aus der beigefügten Liste.

Hiervon entfallen auf die Gemeinden im Landkreis

Calw                               

1.595.000 Euro

Enzkreis 

659.000 Euro

Freudenstadt

2.017.000 Euro

Karlsruhe

2.421.000 Euro

Neckar-Odenwald-Kreis

4.829.000 Euro

Rastatt 

890.000 Euro

Rhein-Neckar-Kreis

5.547.000 Euro

 

17.958.000 Euro

Der Regierungspräsident nahm vor dem Ausschuss zu den wirtschaftlichen Verhältnissen der Gemeinden wie folgt Stellung:

Die Wirtschafts- und Finanzkrise hat sich flächendeckend mit teilweise hohen Einnahmeausfällen - insbesondere bei der Gewerbesteuer und beim Gemeindeanteil an der Einkommensteuer - in den kommunalen Finanzen niedergeschlagen. Auch 2011 konnten vielerorts gesetzmäßige Haushalte nur unter Einsatz von Rücklagemitteln und Veräußerungserlösen beschlossen werden. Es zeichnet sich ab, dass diese Ersatzdeckungsmittel nun weitgehend aufgebraucht sein dürften.“ Nach den Prognosen der Mai-Steuerschätzung sei allerdings 2011 mit einem gegenüber der November-Steuerschätzung-2010 bundesweit nochmals steigenden Steueraufkommen der Gemeinden von rd. 1,4 Mrd. Euro auf 73,7 Mrd. Euro zu rechnen. Auch für die Jahre 2012 bis 2014 würden gegenüber den Steuerschätzungen von Mai 2011 bzw. November 2010 spürbare Steuermehreinnahmen erwartet.

Stichwort: AUSGLEICHSTOCK

Aus der Finanzausgleichsmasse, die den Zweck hat, der Gesamtheit der Gemeinden zusätzliche Einnahmen zu verschaffen und gleichzeitig übermäßige Finanzkraftunterschiede zwischen den einzelnen Gemeinden auszugleichen, fließen derzeit landesweit rd. 87 Mio. Euro in einen Fonds für leistungsschwache Gemeinden, den Ausgleichstock.

Die Mittel werden auf die vier Regierungsbezirke nach einem gesetzlich festgelegten Schlüssel verteilt. Entsteht bei einer Kommune ein besonderer Finanzbedarf, so können Zuweisungen aus dem Ausgleichstock gewährt werden.

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Letzte Änderung: 22.07.2011