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Pressemitteilung
25.07.2011
Tagung der Hochwasserpartnerschaft (HWP) Einzugsgebiet ‚Unterer Neckar’ am 28. Juli 2011 in Mosbach;
Hochwassergefahren gemeinsam meistern;
Regierungspräsidium Karlsruhe übergibt die ersten flächen-deckenden Hochwassergefahrenkarten im Regierungsbezirk
Einladung an die Medien
Sehr geehrte Damen und Herren,
was tun, wenn das Wasser in den Bächen und Flüssen unaufhaltsam steigt und kurz vor der Haustür steht? Was können die Bürger, die Einsatzkräfte und die Verantwortlichen vorsorgend und im akuten Fall machen? Abgestimmtes Handeln und gegenseitiges Informieren ist auch in Katastrophenzeiten der Schlüssel zum Erfolg. Dieses und weitergehende Maßnahmen müssen aber in „Trockenzeiten“ abgesprochen und ergriffen werden.
Um diese und andere wichtige Handlungsfelder der Hochwasservorsorge zu thematisieren, findet jetzt die fünfte Tagung der Hochwasserpartnerschaft im Einzugsgebiet des Unteren Neckars statt. Das Land Baden-Württemberg hat in den letzten Jahren enorme Anstrengungen unternommen, die Einwohner über mögliche Gefahren aufzuklären. Eine unentbehrliche Grundlage für verantwortungsvolles und ganzheitliches Handeln sind die Hochwassergefahrenkarten.
Im Namen des Regierungspräsidiums Karlsruhe und der WBW Fortbildungsgesellschaft für Gewässerentwicklung darf ich Sie recht herzlich einladen zur
5. Tagung der Hochwasserpartnerschaften Unterer Neckar
am Donnerstag, 28. Juli 2011, ab 09.30 Uhr
Tagungszentrum Alte Mälzerei,
Alte Bergsteige 7, 74821 Mosbach.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen die Hochwassergefahrenkarten, die in Baden-Württemberg in einem Gemeinschaftsprojekt zwischen Land und Kommunen erstellt werden. Nachdem im Einzugsgebiet „Unterer Neckar“ die Karten bislang für den Neckar selbst vorliegen, werden bei der Veranstaltung am 28. Juli erstmals im Regierungsbezirk Karlsruhe Hochwassergefahrenkarten flächendeckend für ein gesamtes Einzugsgebiet an vier Landratsämter und 45 betroffene Gemeinden übergeben.
Mit der anschließenden Auslegung der Hochwassergefahrenkarten in den Landratsämtern und Kommunen werden die dargestellten Überflutungsbereiche eines hundertjährlichen Hochwassers für alle Handelnden an den Gewässern endgültig rechtsverbindlich.
Es wird auf der Tagung unter anderem erläutert, wie sich die Hochwassergefahren-karten auf das kommunale Handeln auswirken. Weitere Themen der Tagung sind Schutzmöglichkeiten vor wild abfließendem Wasser und die Umsetzung der EG-Hochwasserrisikomanagement-Richtlinie in Baden-Württemberg. Den genauen Ablauf der Veranstaltung entnehmen Sie bitte dem beigefügten Programm.
Wir würden uns freuen, Sie auf der Veranstaltung begrüßen zu können.
Mit freundlichen Grüßen
gez. Uwe Herzel
Zusätzliche Informationen zu Hochwasserpartnerschaften:
Der vorsorgende Hochwasserschutz steht im Mittelpunkt der seit 2003 in Baden-Württemberg bestehenden Hochwasserpartnerschaften. Hochwasserpartnerschaften sind ein Zusammenschluss von Kommunen, Fachverwaltungen und Institutionen innerhalb eines Einzugsgebietes. Im Land sind mittlerweile flächendeckend 24 Hochwasserpartnerschaften aktiv. Hochwasserschutz ist eine Querschnittsaufgabe, Akteure aus unterschiedlichen Tätigkeitsbereichen stehen in der Verantwortung und müssen oft über Verwaltungsgrenzen hinweg handeln, deshalb orientiert sich die Abgrenzung der Partnerschaften an Flusseinzugsgebieten, im Bedarfsfall werden diese an Verwaltungsgrenzen angepasst.
Im Dezember 2004 haben die Kommunen im Einzugsgebiet Unterer Neckar eine Partnerschaft gegründet. Ziel ist es, mit regelmäßigen Veranstaltungen zum Thema Hochwasser, Arbeitskreisen zu Fachthemen, Diskussionsrunden und Fortbildungen bei den Partnern das Bewusstsein für ein jederzeit mögliches Hochwasser dauerhaft zu verankern.
Die Hochwasserpartnerschaften werden durch die WBW Fortbildungsgesellschaft für Gewässerentwicklung im Auftrag des Landes in Baden-Württemberg organisiert. Weitere Informationen finden Sie auch auf der Webseite der WBW Fortbildungsgesellschaft unter www.wbw fortbildung.de.
HOCHWASSERPARTNERSCHAFTEN IN BADEN-WÜRTTEMBERG
Einzugsgebiet Unterer Neckar
Programmablauf:
Thema
Hochwassergefahrenkarten, EG-Hochwasserrisikomanagement-Richtlinie
Zielgruppe
Kommunen (Bürgermeister, Bau-, Ordnungsämter), Feuerwehren, Land- und Stadtkreise (Fachbereiche Umwelt, Wasser und Katastrophenschutz), Regierungspräsidien, Wasserverbände
9:30 Uhr
Begrüßung Michael Jann, Oberbürgermeister der Großen Kreisstadt Mosbach und Moderator
der Hochwasserpartnerschaft Einzugsgebiet Unterer Neckar
Grußworte
Dr. Achim Brötel, Landrat des Neckar-Odenwald-Kreises
Stefan Dallinger, Landrat des Rhein-Neckar-Kreises
9:50 Uhr
Auslegung der Hochwassergefahrenkarten (HWGK) im
Einzugsgebiet Unterer Neckar,
Übergabe der HWGK an Landratsämter und Kommunen
Hansjörg Wahl, Abteilungspräsident, Regierungspräsidium Karlsruhe
10:15 Uhr
Fachliche Grundlagen der HWGK und deren Bereitstellung
Horst Kugele, Regierungspräsidium Karlsruhe
10:40 Uhr
Rechtliche Konsequenzen der HWGK
Martin Wuttke, Erster Landesbeamte des Neckar-Odenwaldkreises
11:05 Uhr
Diskussion
11:15 Uhr
Kaffeepause
11:45 Uhr
Von der Hochwassergefahrenkarte zum Hochwasserrisikomanagement
Ralph-Dieter Görnert, Regierungspräsidium Karlsruhe
12:00 Uhr
Schutzmöglichkeiten vor wild abfließendem Wasser
Dr.-Ing. Hans Göppert, Büro Wald & Corbe Hügelsheim
12:30 Uhr
Diskussion und Festlegung weiterer Arbeitsschritte
Oberbürgermeister Michael Jann, Große Kreisstadt Mosbach
Ende gegen 13:00 Uhr

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