direkt zum Inhalt dieser Seite, Überspringen der Navigation

Suchen

Pressemitteilung vom 26.07.2011

 

Einweihung einer Bodenstele im Freilichtmuseum Beuren (Kreis Esslingen) am 26. Juli 2011

Regierungspräsident Johannes Schmalzl und Landrat Heinz Eininger: Einmalige Attraktion macht große Unterschiedlichkeit und zentrale Bedeutung von Böden sichtbar!

 

„Das Freilichtmuseum des Landkreises Esslingen in Beuren ist um eine besondere Attraktion reicher“, betonten Regierungspräsident Johannes Schmalzl und Landrat Heinz Eininger heute im Beisein von Bürgermeister Reinhold Teufel, Pfronstetten - Aichelau, und Bürgermeister Roland Zeller, Tamm, bei der Einweihung einer neu installierten Bodenstele. Die Bodenstele gibt Aufschluss über den Boden an den ursprünglichen Standorten zweier Museumsgebäude und geht zurück auf eine Idee von Steffi Cornelius, der Leiterin des Freilichtmusuems, und Jörg Schneider, dem Initiator vom Werkbüro für Boden und Bodenschutz in Beuren. Ein Bodenprofil stammt aus Tamm im Kreis Ludwigsburg, das andere aus Pfronstetten-Aichelau im Kreis Reutlingen.

Regierungspräsident Johannes Schmalzl erläuterte eingangs: „Die Bodenstele bringt ans Licht, was ansonsten unter unseren Füßen verborgen bleibt, aber einen erheblichen Unterschied für das Leben der Menschen ausmacht. Sie weist auf unterschiedliche Ausgangsbedingungen – hier Neckarland, dort Schwäbische Alb – hin. So wird deutlich, dass Klimagunst und tiefgründige, fruchtbare Böden den Wohlstand mit begründet haben, der sich in der Baugruppe „Neckarland“ zeigt. Die kargen Lebensverhältnisse auf der „Alb“, die in den Häusern der Baugruppe „Schwäbische Alb“ offensichtlich werden, waren auch eine Folge des raueren Klimas und der flachgründigen und steinigen Böden.“

Daneben hob Schmalzl aber auch ganz grundsätzlich die Bedeutung von Boden und Bodenschutz hervor: „Unterschiedliche Böden und unterschiedlicher Lebensstandard sind kein Zufall. Denn in der Vergangenheit bestimmten vor allem die natürlichen Gegebenheiten den Wohlstand der Menschen. Mildes Klima und fruchtbare Böden sicherten den ‚Unterländern’ reiche und sichere Ernten. Und auf der Alb? ‚Viel Steine gab’s und wenig Brot’. Heutzutage mögen wir hierzulande glauben, es seien nicht mehr die Böden und das Klima, die den Unterschied ausmachen, sondern die Arbeitsplätze in Industrie und Handwerk, die über mehr oder weniger Wohlstand entscheiden. Aber machen wir uns nichts vor: Global betrachtet hängt unser Überleben nach wie vor am Boden, denn er war und bleibt die Grundlage der Ernährung. Ein Blick auf die Bodenstele und ein Blick auf die Gebäude im Freilichtmuseum Beuren lässt diese Zusammenhänge künftig deutlich werden.

Bei der Übergabe der Bodenstelle an Landrat Heinz Eininger und Steffi Cornelius betonte der Regierungspräsident: „Damit verfügen Sie über eine Attraktion, die in einem Freilichtmuseum wohl einmalig sein dürfte.Ich bin sicher, dass diese Bodenstele dazu beitragen wird, dass der eine oder die andere Besucherin des Freilichtmuseums Beuren über diese Zusammenhänge nachdenkt und erkennt, dass Böden häufig den Unterschied ausmachen und unsere Wertschätzung und eine respektvolle Behandlung verdienen.“

Landrat Heinz Eininger verband seinen Dank an Umweltministerium und Regierungspräsidium für die Unterstützung insbesondere bei der Finanzierung mit den Ausführungen: „Diese Bodenstele macht sichtbar, was normalerweise unter der Erde unsichtbar bleibt: Das Bodenprofil als Daseins- und Lebensgrundlage. Damals und heute ist dies ein entscheidender Faktor für die Entwicklungschancen der Menschen. Mit der Aufbereitung der Bodenprofile können wir unsren Besucherinnen und Besuchern ein weiteres Highlight bieten.“



zum Seitenanfang

 

 

 

Sie befinden sich hier:   >  Stuttgart   >  Presse   >  Juli   >  Einweihung einer Bodenstele im Freilichtmuseum Beuren (Kreis Esslingen) am 26. Juli 2011 

Seite drucken      

Letzte Änderung: 26.07.2011