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Pressemitteilung
07.12.2011
L 76b - Sicherung von Felsböschungen zwischen Gernsbach und Kaltenbronn;
Arbeiten vorübergehend eingestellt
Die Felssicherungsarbeiten entlang der L 76b im Bereich des Strudbergfelsens werden vorübergehend eingestellt. Die Landesstraße wird am Freitag, 9. Dezember 2011, in beiden Fahrtrichtungen wieder für den Verkehr freigegeben.
Das Regierungspräsidium Karlsruhe und der Landkreis Rastatt führen seit August 2010 Arbeiten zur Sicherung von Felsböschungen entlang der L 76b zwischen Gernsbach und Kaltenbronn aus. Die Arbeiten mussten im November 2010 wegen des Wintereinbruchs aus bautechnischen und aus Gründen des Arbeitsschutzes eingestellt werden. Aus Artenschutzgründen musste auf die Fortführung der Arbeiten im Frühjahr und Sommer 2011 verzichtet werden, um brütende Vögel (z.B. Schwarzspecht, Hohltaube) durch den Baulärm nicht zu stören.
Nach dieser längeren Unterbrechung wurden die Arbeiten Anfang September 2011 wieder aufgenommen. Eine neuerliche Unterbrechung wurde ab Mitte September 2011 erforderlich, da das Sicherungskonzept für die Felsformation überarbeitet werden musste. Nach der Entfernung des Bewuchses hatte sich gezeigt, dass der Zustand der Felsformation anders als zunächst erwartet, sehr labil war. Insbesondere die Arbeitssicherheit während der Bauausführung war bei dem ursprünglichen Konzept nicht gewährleistet und es bestand die Gefahr, dass während der Bauausführung Felsen in Bewegung geraten könnten.
Bedingt durch das neue Sicherungskonzept, das erheblich mehr Spritzbeton und weitaus mehr Felsnägel vorsah, wurde eine erneute Abstimmung mit den Naturschutzbehörden des Landratsamtes Rastatt und des Regierungspräsidiums Karlsruhe notwendig. Ziel der Abstimmung war es, die empfindliche Flora und Fauna der Felsenlandschaft durch die Arbeiten so wenig wie möglich zu beeinträchtigen.
Durch die enge Zusammenarbeit der Naturschutz- und der Straßenbaubehörde konnte eine einvernehmliche Regelung gefunden werden, die den Eingriff in den Naturhaushalt minimiert und gleichzeitig die Sicherheit des Verkehrs gewährleistet.
So wurden seit dem 7. November 2011 Spritzbetonunterstützungen, Felsanker und Seile angebracht, die die Verkehrssicherheit über den Winter sicherstellen. Die Spritzbetonsicherungen wurden dabei auf das Notwendigste reduziert und derart aufgebracht, dass Felsspalten nicht komplett verschlossen werden und so Winterschlaf haltende Tiere (z.B. Fledermäuse, Schlangen, Eidechsen) im Frühjahr auch wieder einen Ausgang finden. Durch diese vorläufige Sicherung der Felsformation kann auf eine Vollsperrung der L 76b über den Winter verzichtet werden.
Die abschließenden Maßnahmen für die endgültige Sicherung der Felsformation Strudbergfelsen werden aus Artenschutzgründen erst im August 2012 durchgeführt.

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