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Pressemitteilung vom 20.12.2011

 

A 81 - Jagsttalbrücke bei Widdern, Landkreis Heilbronn, zwischen den Anschlussstellen Osterburken und Möckmühl

Ende 2. Bauphase sowie Fertigstellung Regenklärbecken sowie Ausblick auf 3. und letzte Bauphase in 2012

Regierungspräsident Johannes Schmalzl: Die Instandhaltung unserer Verkehrsinfrastruktur insbesondere der Autobahnen ist eine der wichtigsten Zukunftsaufgaben!

 

Das Regierungspräsidium Stuttgart beendet heute die zweite Bauphase der 2010 begonnenen Instandsetzung der A 81 - Jagsttalbrücke bei Widdern. Außerdem ist mittlerweile auch das neue Regenklärbecken unter der Jagsttalbrücke fertig gestellt. Dies gab Regierungspräsident Johannes Schmalzl heute bei einem Informationstermin vor Ort bekannt und kündigte an, dass ab März 2012 die dritte und letzte Bauphase folgen werde, mit der dann bis Ende 2012 eine der größten und spektakulärsten Autobahnbrücken wieder rundum instand gesetzt sein werde. Während die Baustelle auf der Brücke also eine Winterpause einlegt, finden weiterhin in und unter der Brücke Arbeiten statt. Gemeinsam mit Widderns Bürgermeister Jürgen Olma und Erstem Landesbeamten Lutz Mai machte sich Regierungspräsident Johannes Schmalzl ein Bild von dieser komplexen Instandhaltungsmaßnahme, in welche der Bund über 15 Millionen Euro investiert. „Es handelt sich dabei um eine notwendige und sinnvolle Investition“, betonte Schmalzl, „denn die Instandhaltung unserer Verkehrsinfrastruktur gerade auch der Autobahnen ist eine der wichtigsten Zukunftsaufgaben“, so der Regierungspräsident.

Im Zuge der Instandsetzung der rund 900 Meter langen und rund 80 Meter hohen Jagsttalbrücke Widdern wird auch die bisher bestehende Freifallentwässerung aufgegeben. Zukünftig soll das Oberflächenwasser der Brücke in Längsleitungen gesammelt, über Fallleitungen in zwei Brückenpfeilern und Kanälen zu einer Regenwasserbehandlungsanlage unter der Brücke abgeleitet und schließlich über einen Wassergraben in die Jagst eingeleitet werden. Als Regenwasserbehandlungsanlage wurde nun neben der Landesstraße L 1025 (Möckmühler Straße) ein Regenklärbecken mit Dauerstau gebaut, welches dem Feststoffrückhalt und als Auffangraum für Leichtflüssigkeiten (Havariefall) dient. Der Anschluss des Regenklärbeckens an die Brückenentwässerung erfolgt in Abschnitten bis zum Ende der 3. Bauphase in 2012.
„Damit wird jetzt auch den Belangen des Umweltschutzes Rechnung getragen“, erläuterte Regierungspräsident Johannes Schmalzl, „was gerade der zu Füßen der Brücke gelegenen Stadt Widdern zugute kommt, die auch von dem bei der Instandsetzung verbesserten Lärmschutz durch den Einbau lärmmindernder Fahrbahnübergänge profitieren wird“, so Schmalzl.

Die Jagsttalbrücke bei Widdern wurde in den Jahren 1971 bis 1974 im Zuge des Baus der A 81 zwischen Würzburg und Heilbronn errichtet. Bei dem Bauwerk handelt es sich um eine reine Stahlbrücke, die aus technischer Sicht als „torsionssteifer einzelliger Stahlhohlkasten konstanter Bauhöhe mit orthotroper Fahrbahnplatte“ ausgeführt wurde. Die Jagsttalbrücke gilt als erste vollverschweißte Talbrücke in Deutschland. Die Breite der Brücke zwischen den Geländern beträgt 30 m. Auf der Brücke sind jeweils 2 Fahrstreifen und eine Standspur pro Fahrtrichtung angeordnet. Bei der letzten Hauptprüfung nach DIN 1076 wurden erhebliche Schäden festgestellt, die insbesondere die Verkehrssicherheit und Dauerhaftigkeit des Bauwerkes beeinträchtigen. Aus diesem Grund wurde eine umfangreiche Instandsetzung geplant. Neben der Beseitigung der Schäden soll das Bauwerk, soweit wie möglich, auf den neusten Stand der Technik gebracht werden. In der 2. Bauphase wurde der Belag, die Abdichtung, die Brückenabläufe, der Korrosionsschutz auf der Kappe, die Fahrbahnübergangskonstruktionen, die Schutzplanken und das Geländer einschließlich Spritzschutz komplett erneuert. Außerdem fanden Korrosionsschutzarbeiten unter dem Bauwerk sowie umfangreiche Betoninstandsetzungsarbeiten an den Pfeilern statt. Insbesondere für die Korrosionsschutzarbeiten an den Kragarmen und die Betoninstandsetzungsarbeiten an den Pfeilern waren sehr aufwendige Arbeits- und Schutzgerüste erforderlich.



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Letzte Änderung: 20.12.2011