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Pressemitteilung

12.01.2012

 

A 8: Regierungspräsidium Karlsruhe hat das Planfeststellungsverfahren für den Umbau und die Erweiterung der Tank- und Rastanlage „Enztal“ eingeleitet;
Regierungspräsident Dr. Rudolf Kühner: Erweiterung der bestehenden Tank- und Rastanlage ist dringend geboten


Das Regierungspräsidium Karlsruhe hat jetzt das Planfeststellungsverfahren für den Umbau und die Erweiterung der Tank- und Rastanlage „Enztal“ (ehemals Pforzheim-Nord) an der Bundesautobahn 8 eingeleitet. Die Pläne werden vom 23. Januar bis einschließlich 22. Februar 2012 im Technischen Rathaus der Stadt Pforzheim und im Rathaus der Gemeinde Niefern-Öschelbronn zur Einsichtnahme ausgelegt. Die von der Planung Betroffenen können bis zum Ablauf der Einwendungsfrist am 7. März 2012 Anregungen oder Einwendungen vorbringen. Auch die Träger öffentlicher Belange sowie die Umweltverbände werden angehört. Das Planfeststellungsverfahren dient der Abwägung aller öffentlichen und privaten Belange und ist Voraussetzung für die Genehmigung der Maßnahme.

Der vorliegende Entwurf umfasst den Umbau sowie die Erweiterung der vorhandenen Tank- und Rastanlage Pforzheim (Nord) im Bereich der Enztalquerung, die künftig die Bezeichnung „Enztal“ tragen soll. Der Umbau sowie die Erweiterung sollen unter Beibehaltung des bestehenden Rasthauses der Tank- und Rastanlage erfolgen. Die Tankstellenanlage soll jedoch im Zuge dieser Umbaumaßnahme neu gebaut werden. Auf Grund des ständig wachsenden Bedarfs an LKW-, Bus- und PKW-Stellplätzen soll die bestehende Tank- und Rastanlage bezüglich des Park- und Stellplatzangebotes erweitert und den heutigen Anforderungen angepasst werden. Wegen der ständigen Überlastung der bestehenden Stellplätze für LKWs soll insbesondere das Angebot an LKW-Parkplätzen erweitert werden.
Regierungspräsident Dr. Rudolf Kühner: „Die Erweiterung der bestehenden Tank- und Rastanlage ist dringend geboten. Auf den Hauptachsen der Autobahnen kommt es auf den Park- und Rastanlagen insbesondere in den Abend- und Nachtstunden zu Engpässen und dadurch oft auch zu verkehrsgefährdenden Situationen. Um der Nachfrage nach Stellplätzen gerecht zu werden, sind deshalb deutlich mehr Stellplätze als bisher vorhanden vorzusehen. Das dient der Sicherheit der LKW-Fahrer und aller anderen Verkehrsteilnehmern auf unseren Autobahnen."

Die Fläche des Baufeldes beträgt insgesamt rund 7,5 Hektar. Davon sind etwa 4,3 Hektar Verkehrsfläche und 3,2 Hektar Grünfläche. Die bisherige Anlage hat eine Flächengröße von rund 5,5 Hektar. Auf dem Betriebsgrundstück ist ein Wirtschaftshof mit Stellplätzen für Mitarbeiter sowie zusätzlichen Kurzzeitparkplätzen für Tankstellenkunden und Kunden des Tankstellenshops vorgesehen.

Die Parkierungsanlage wird in Parkplatzbereiche für LKW, Bus, Caravan und PKW gegliedert. Dadurch wird zum Einen eine Verbesserung der Aufenthaltsqualität, zum Anderen eine klare, zielorientierte Wegweisung für die Parkierungsbereiche sowie die Tank- und Rastanlage gewährleistet. Das Befahren der Zu- und Ausfahrtsbereiche erfolgt generell im Einbahnverkehr.
Zentraler Verkehrsverteilerpunkt ist ein Kreisverkehrsplatz mit einem Innendurchmesser von 31 Meter zwischen dem vorgelagerten Tankbereich und den daran anschließenden Parkierungsbereichen. Durch die Anordnung dieses Kreisverkehrs wird ein kreuzungsfreies Zu- und Ausfahren zu bzw. aus den unterschiedlichen Parkplatzbereichen sichergestellt. Darüber hinaus lässt insbesondere auch die Größe dieses Kreisverkehrs eine problemlose, für den Verkehrsteilnehmer rechtzeitig erkennbare, wegweisende Beschilderung zu.
Die Anordnung der Bus- und Caravanstellplätze sowie der PKW-Parkplätze ist so festgelegt, dass sowohl zum Rasthaus, als auch zu den in Richtung Norden angeordneten Erholungsflächen möglichst kurze Wege entstehen. Ein Überqueren der Fahrbahnen zum Erreichen des Rasthauses ist -wenn überhaupt- nur innerhalb der jeweiligen Parkplatzbereiche notwendig.
Der PKW-Parkplatzbereich ist terrassenförmig angelegt, das heißt, die einzelnen Stellplatzreihen sind jeweils höhenmäßig um rund 80 Zentimeter tiefer angelegt. Somit entsteht nur ein geringer Geländeunterschied zwischen dem nach Norden stark abfallenden Gelände und der geplanten äußersten PKW-Stellplatzreihe. Die Anbindung des bestehenden, tiefer liegenden Betriebshofs des Rasthauses ist dadurch auch sichergestellt.
Die LKW-Stellplätze sind so angelegt, dass die Führerhäuser der LKWs von der Autobahn abgewandt sind und somit auch die Anforderungen an den Lärmschutz für übernachtende und ruhende LKW-Fahrer berücksichtigt werden.
In der Bilanz des Stellplatzangebotes wird insbesondere durch die Ausweisung von zusätzlichen Parkplatzbereichen für Busse und LKW eine deutliche Verbesserung des gesamten Stellplatzangebotes im Bereich von Pforzheim erzielt.

Somit ergibt sich folgende Stellplatzbilanz:

                                                 Vorhandene Stellplätze Zusätzliche Stellplätze Neues Stell- und Parkplatzangebot

LKW                                                 16                             62                                          78
Busse/Caravan                                  ---                             15                                                     15
PKW                                                 97                             61                                                   158
Behinderten-Stellplätze, PKW                   3                             ---                                          3 
Frauen PKW                                  ---                               3                                             3

In den oben angegebenen Stellplatzbilanzen sind enthalten:
Ein Schwerlaststellplatz im Ausfahrbereich zur Autobahn.
Vier Kurzzeitstellplätze für LKWs im Bereich der Tankstelle.

Darüber hinaus werden unabhängig von der obigen Bilanz noch angeboten:
Zehn PKW-Kurzzeitparkplätze auf dem Betriebsgrundstück der Tankstelle.
Zwölf Mitarbeiterstellplätze im Bereich des Andienungshofs der Tankstelle.
Elf Mitarbeiterstellplätze im Bereich des Andienungshofs zum Rasthaus.


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Letzte Änderung: 12.01.2012